Nina Berman

Nina Berman ist eine amerikanische Dokumentarfotografin, die sich hauptsächlich mit der politischen und gesellschaftlichen Situation in den USA befasst. Sie hat zwei ausgezeichnete Monografien veröffentlicht: »Kriegsversehrte – Zurück aus dem Irak« (Purple Hearts – Back From Iraq) besteht aus Porträts und Interviews mit verwundeten Veteranen, während sich »Heimat« (Homeland) mit der Militarisierung des amerikanischen Alltags nach den Ereignissen des 11. Septembers befasst.

Pep Bonet

Pep Bonet ist ein preisgekrönter spanischer Filmemacher und Fotograf, der auf der ganzen Welt wichtige Momente festhält, die unsere aus dem Gleichgewicht geratene Welt veranschaulichen. Bei seinen längerfristigen Projekten konzentriert er sich auf afrikanische Themen. Aus seiner kontinuierlichen Beschäftigung mit HIV/AIDS sind mehrere Bücher sowie zahlreiche Ausstellungen weltweit entstanden. Pep ist außerdem für seine Langzeitreportage über die Rock-Band Motörhead bekannt.

Andrea Bruce

Die US-amerikanische Dokumentarfotografin Andrea Bruce befasst sich mit den Problemen von Menschen, die unter den Folgen von Kriegen leiden. Seit mehr als zehn Jahren berichtet sie aus den Krisengebieten der Welt, insbesondere aus dem Irak und aus Afghanistan. Sie gehörte zum Fotografenteam der Washington Post und wurde unter anderem von der White House News Photographers Association ausgezeichnet.

Alixandra Fazzina

Die britische Fotografin Alixandra Fazzina konzentriert sich bei ihrer Arbeit auf wenig beachtete Konflikte und die humanitären Auswirkungen von Kriegen. Sie war als unabhängige Fotojournalistin bereits in Ostafrika, dem Nahen Osten und Asien tätig. In ihrem Buch »Eine Million Schillinge« (A Million Shillings) dokumentiert sie den Flüchtlingsstrom aus Somalia.

Stanley Greene

Der in den USA geborene Fotograf Stanley Greene hat Vieles dokumentiert – von der Punkszene im San Francisco der 70er- und 80er-Jahre über den Fall der Berliner Mauer, die Hungersnot im Sudan und die Auswirkungen der Katastrophe von Bhopal bis zum Tschetschenienkrieg. Im Jahr 2010 veröffentlichte er das Buch BLACK PASSPORT – Journal eines Kriegsfotografen (engl. Original: Black Passport). Für seine weltweite Tätigkeit wurde er mit fünf World Press Photo-Preisen ausgezeichnet.
Stanley Greene ist ein Gründungsmitglied von NOOR. Stanley verstarb am 19. Mai 2017 in Paris, Frankreich.

Tanya Habjouqa

Die in Ostjerusalem lebende Tanya Habjouqa ist eine preisgekrönte Fotografin, Journalistin und Pädagogin. Ihr Hauptinteresse gilt den Themen Geschlechterfragen, Darstellung von Andersartigkeit, Enteignung und Menschenrechte. Hierbei befasst sie sich besonders mit dem stetigen gesellschaftspolitischen Wandel im Nahen Osten. Für ihr Projekt »Besetzte Freuden« (Occupied Pleasures), aus dem auch ein Buch entstanden ist, wurde sie mit einem World Press Photo-Preis ausgezeichnet.

Yuri Kozyrev

Yuri Kozyrev aus Russland dokumentiert seit über 25 Jahren einschneidende Ereignisse auf der ganzen Welt – vom Zusammenbruch der Sowjetunion bis zum Irakkrieg, wo er für das TIME Magazine tätig war. Zuletzt hat er den Arabischen Frühling und seine Folgen in Bahrain, im Jemen, in Tunesien, Ägypten und Libyen dokumentiert. Seine Arbeiten wurden bereits an zahlreichen Orten ausgestellt und mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Bénédicte Kurzen

Die französische Dokumentarfotografin Bénédicte Kurzen berichtete zu Beginn ihrer Karriere von den Konflikten im Gazastreifen, im Irak und im Libanon. In den letzten zehn Jahren hat sie sich auf Afrika konzentriert und sich mit der südafrikanischen Gesellschaft nach der Apartheid sowie der Situation in Nigeria befasst. Dank eines Stipendiums des Pulitzer Centers konnte sie ihr nigerianisches Werk mit dem Titel »Eine an die Götter verlorene Nation« (A Nation Lost To Gods) veröffentlichen.

Sebastián Liste

Der spanische Dokumentarfotograf und Soziologe Sebastián Liste hält den grundlegenden kulturellen Wandel sowie aktuelle Themen in Lateinamerika und der Mittelmeerregion in Bildern fest. Er hat sich auf langfristige tiefgründige Projekte spezialisiert, um die Gesellschaft dazu zu bringen, über die sozialen Folgen ihrer Vorgehensweisen nachzudenken. Für seine Projekte wie »Von drinnen« (On The Inside) über das Leben in venezolanischen Gefängnissen hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Kadir van Lohuizen

Kadir van Lohuizen aus den Niederlanden hat aus Kriegsgebieten berichtet, aber am bekanntesten sind wohl seine Langzeitprojekte über die sieben Flüsse der Welt, steigende Meeresspiegel, die Diamantindustrie sowie die Migration in Nord- und Südamerika. Aus dem mit einem World Press Photo-Preis ausgezeichneten Diamantprojekt entstand der Bildband »Diamantangelegenheiten« (Diamond Matters) und aus seinem Projekt »Panamericana« (Via PanAm) entwickelten sich eine Wanderausstellung und ein Buch.

Jon Lowenstein

Der US-amerikanische Fotojournalist Jon Lowenstein hat sich auf langfristige tiefgründige Untersuchungen zu den Themen Macht, Armut, Rassendiskriminierung und Gewalt spezialisiert. In seinem Projekt »Schattenleben USA« (Shadow Lives USA) folgt er dem Weg der Migranten aus Mittelamerika. Zu seinen Aufgaben zählten aber auch die Dokumentation der Folgen des Erdbebens in Haiti oder der sozialen Gewalt in Guatemala. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten und ist TED Global Fellow.

Francesco Zizola

Der italienische Dokumentarfotograf Francesco Zizola hat die wichtigsten Konflikte weltweit mit der Kamera begleitet, wobei er sich auf soziale und humanitäre Aspekte konzentrierte, und häufig von den Massenmedien unbeachtete Krisen porträtiert. Er hat zehn World Press Photo-Auszeichnungen erhalten und sieben Bücher veröffentlicht, darunter »Irgendwo geboren« (Born Somewhere), eine Studie der Lebensbedingungen von Kindern in 27 Ländern.